Fit4digital

Das digitale Innovationsprogramm der Aargauer Gemeinden

So oder so: Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft und Verwaltung massgeblich. Statt abzuwarten, bis Lösungen diktiert werden, unterstützen wir Aargauer Gemeinden darin, ihre Veränderungen und Chancen selbst in die Hand zu nehmen und ihre digitale Zukunft proaktiv zu gestalten – professionell koordiniert und breit abgestützt.

Für eine moderne Verwaltung mit zeitgemässen Prozessen und Arbeitsweisen. Und für ein Smart Service Portal, das Einwohnerinnen und Einwohnern den bequemen Zugang zu sämtlichen Verwaltungsdienstleistungen ermöglicht.

Fit4Digital wird von der Gemeindeammänner-Vereinigung und den Gemeindepersonal-Fachverbänden getragen und über die Fachstelle E-Government Aargau mit dem Kanton koordiniert. Über 160 Gemeinden sind bereits dabei. Sie auch?

Grundsatz

Die Menschen im Zentrum

Bei der Entwicklung orientieren wir uns konsequent an den Bedürfnissen der verschiedenen Anspruchsgruppen. Nur so kann Technologie das Leben einfacher machen und dem Menschen effektiv dienen.

Für Einwohnerinnen und Einwohner

Das künftige Smart Service Portal erleichtert Einwohnerinnen und Einwohnern das Erledigen administrativer Aufgaben und die Kommunikation mit entsprechenden Stellen. Entsprechend orientiert sich die Ausgestaltung der Plattform an ihren Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten.

Für Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung

Auf der anderen Seite orientieren wir uns bei der Entwicklung auch an den Abläufen und Bedürfnissen der Gemeindeverwaltung, so dass es zu einem reibungslos funktionierenden und effektiven Arbeitsinstrument wird. Dank diesem Mehrwert gewinnt es das Vertrauen und die Akzeptanz der Mitarbeitenden.

personas

Verschiedene Bedürfnisse integriert

So verschieden die Menschen sind, so flexibel muss das Smart Service Portal sein. Um eine breite Praxistauglichkeit zu gewährleisten, arbeiten wir mit folgenden Personas (fiktive Anwenderinnen und Anwender).

Paul von Morgen

Für mich sind Behördengänge etwas Lästiges und Mühsames. Während den Bürozeiten, wenn man eigentlich selbst arbeiten sollte, muss ich auf einem Amt antraben, um ein Formular abzugeben, einen Stempel zu holen und zu guter Letzt noch eine Gebühr zu bezahlen.

Deshalb hatte ich letztes Jahr umso mehr Freude, als ich meinen Wohnsitzwechsel vollständig online auf dem Portal eumzug.swiss abwickeln konnte. So sollte es eigentlich sein, dachte ich mir. Noch besser wäre eigentlich, wenn es ein Online-Portal gäbe, worüber ich all die Behördengänge, Gesuche und Anträge abwickeln könnte. E-Government so einfach wie eine Zalando-Bestellung.

Ingrid Inpension

Jetzt ist es schon fünf Jahre her, seit ich in Pension gegangen bin. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Seit meiner Pension habe ich endlich Zeit für den Garten und meine Enkelkinder, die fast jeden Tag hüten darf, während ihre Eltern in dieser heutigen Hektik Geld verdienen gehen.

Das hat sich schon stark verändert im Vergleich zu früher. Immer müssen sie erreichbar sein und alles passiert nur noch über den Computer oder das Handy. Das ist doch einfach nicht normal.

Mein Schwiegersohn hat mir sogar erzählt, dass man schon bald nicht mehr auf die Gemeindeverwaltung gehen darf, sondern alles über den Computer machen muss. Da können sie mir dann aber in die Schuhe blasen. Ich bezahle ja meine Steuern für Menschen und nicht für Maschinen.

Wenn ich künftig ein Problem habe, werde ich weiterhin zu Herrn Schreiber auf die Gemeinde gehen,der kennt mich nämlich gut und konnte mir bis jetzt immer weiterhelfen.

Eva Digital

Ein Leben ohne Smartphone und Internet rund um die Uhr ist für mich undenkbar. Jederzeit und überall einkaufen, arbeiten, sich informieren, Ferien buchen, auf seine Daten zugreifen – all das ist für mich Alltag.

Deshalb war es für mich auch nur eine Frage der Zeit, bis ein Einwohnerportal kommt. Damit ist auch die Verwaltung endlich im heutigen Zeitalter angekommen. Verwaltungsleistungen kann ich jetzt unter meinem persönlichen Profil mit einpaar wenigen Klicks bestellen.

Erst gestern habe ich innert kürzester Zeit und ohne Papierschlacht den Antrag auf Prämienverbilligung eingereicht. Das Einwohnerportal hat alle notwendigen Informationen nämlich direkt vom Einwohnerdienst, dem Steueramt und der Krankenkasse bezogen. Unglaublich, wie einfach und schnell das geht.

Peter Schreiber

Seit über 20 Jahren bin ich als Gemeindeschreiber das juristische Gewissen im Dorf und sorge dafür, dass in der Verwaltung alles rund läuft.

Grundsätzlich bin ich aufgeschlossen für all die neuen Themen mit der Digitalisierung. Es ist mir aber wichtig, dass all die bisher bestens funktionierenden Abläufe nicht für ein Digitalisierungsexperiment von heute auf morgen über den Haufen geworfen werden.

Deshalb bin ich froh, kann ich mich als Public Innovator einbringen und meine Erfahrungen und Bedenken frühzeitig einbringen. Ich bin überzeugt, mit diesem Vorgehen wird das Einwohnerportal ein Erfolg.

Karin Kohle

«Man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit», davon bin ich auch als Finanzverwalterin überzeugt. Aber wenn es um die Gemeindefinanzen geht, muss einfach alles stimmen.

Wenn ich dann alle Rechnungen und Buchungen, die das Einwohnerportal automatisch erstellt, nochmals überprüfen muss, habe ich am Schluss mehr Aufwand wie, wenn es wir nach unserem System heute machen.

Deshalb ist es mir ein grosses Anliegen, dass wir bei der Entwicklung mitreden können und vor allem vor der Einführung richtig getestet wird.

Ruedi Rastlos

Als Gemeinderat und auch Unternehmer, der bei uns Steuern zahlt, bin ich begeistert, geht mit dem Einwohnerportal endlich etwas im Bereich E-Government vorwärts. Es wurde langsam Zeit.

Wir brauchen mehr unternehmerisches Denken und Handeln in der Verwaltung. Und da ist es eben richtig und wichtig, dass die Kundin und Steuerzahlerin ins Zentrum gestellt wird. Und eben auch, dass nicht mehr jede Behörde oder Abteilung für sich etwas brösmelet, sondern alles vernetzt wird.

Bei mir im Unternehmen haben wir vor zwei Jahren auch ein Kundenverwaltungs-Tool eingeführt, das viele Ähnlichkeiten mit dem Einwohnerportal hat. Da müssen wir jetzt schauen, dass auch unser Know-how einfliessen kann und die Arbeit nicht doppelt gemacht wird.

Am Schluss profitieren wir Unternehmer nämlich auch davon, wenn die Verwaltung kundenorientierter und effizienter arbeiten kann. Jetzt müssen einfach Politik, Verwaltung, Wirtschaft und auch die Bevölkerung an einem Strick ziehen, damit dieses Einwohnerportal ein Erfolg wird.
Ziele

Handlungsfelder

Die Bestrebungen lassen sich in drei Kategorien einteilen:

Smart Service Portal

Ein Portal für alles: Unabhängig von zuständiger Staatsebene oder Abteilung können Einwohnerinnen und Einwohner alle Verwaltungsdienstleistungen über das Smart Service Portal bestellen und beziehen.

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Public Innovators

Den Mindset für die Digitalisierung schärfen: Damit Digitalisierung den verschiedenen Anspruchsgruppen wirklich dient, ist ein Kulturwandel nötig. Wir begleiten und fördern den offenen Diskurs und die aktive Mitgestaltung durch die verschiedenen Anspruchsgruppen.

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Zeitgemässes Arbeiten

Eingespielte und bisher funktionierende Prozesse verändern und überholen sich. Zuverlässigkeit und das Vertrauen der Mitarbeitenden in digitale Prozesse sind zentral für neue Arbeitsweisen.

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FAQ

Häufige Fragen

Die FAQ's werden laufend ergänzt.